Stimmtipps

? Muskelspannung

Zwiebeln schneiden, einen Teig kneten, etwas Kleines mit den Händen verlesen: alltägliche Arbeiten in der Küche! Aber gerade bei diesen Handarbeiten arbeiten oft unnütz weitere Muskelpartien mit. Achtet beim Stehen am Küchentisch einmal darauf, was die Bein- oder Gesäßmuskeln machen! “Arbeitet” auch der Unterkiefer und andere Muskeln im Gesicht mit?
Dann heißt es : alles, was nicht zur manuellen Tätigkeit gehört : lösen!
Verändert sich auch die Atmung?…
Wer jetzt sagt, “ich koche aber nicht….!”, der probiere sich im Beobachten beim Bügeln, Zähneputzen,…

⚠️….Ehäääähmmm….

so hört sich das ungefähr an, wenn sie sich RÄUSPERN.
Jetzt klatschen Sie ca 30 Sek. lang kräftig in die Hände, dann reiben Sie die Handflächen ebensolange gegeneinander. Jetzt wird’s heiß… So fühlt es sich an, wenn Sie sich räuspern.
BITTE NICHT! Sie riskieren die Schwingungsfähigkeit Ihrer Stimmlippen! Es können bleibende Schäden auftreten. Brummen Sie lieber einen Ton, trinken etwas oder husten kurz.
Das räuspernde knarrige Geräusch stört übrigens auch Ihre Kommunikation…!

?️ Bodybuilding

Ausdruck hat nichts mit drücken zu tun!
Sie kennen diese gepressten Töne von Gewichthebern, wenn sie 100 Kilo und mehr „reißen“ und „stemmen“? AUA! Wenn Sie Lasten oder etwas schweres heben, dann bitte nur mit den Armen.
Der Kehlkopf mag keinen Druck. Atmen sie also beim Heben mal auf PF aus, und sie werden merken, dass die Tasche gar nicht SO schwer wiegt…

Woher kommen die Füllsel  “ähm…” “äh…”  “öhm…” ?

Wer kennt sie nicht, diese Fülllaute, die uns immer wieder bei unseren Gesprächspartnern oder auch bei uns selbst auffallen.
Sie nerven, oder? ?
Vielleicht helfen folgende Antworten zum Abgewöhnen:

  • Der Sprechende kann die Einatem-Pause, das Loslassen, das Öffnen nicht aushalten und füllt diese mit Aktion. Andere füllen diese Pause mit aktivem Einatmen, mit Lächeln oder mit anderen Aktionen, z.B. an der Zigarette ziehen.
  • Der Ursprung der Füllsel liegt in der Unsicherheit des Redners, der dadurch versucht – unbewusst vielleicht – Zeit zu gewinnen, um grammatikalische, inhaltliche oder sonstige “Mängel” aus- bzw. zu verbessern. Denken wir doch noch an Edmund Stoiber: weniger „äh…“ und bitte mehr Inhalt!. Also: eine Gedankenportion ist eine Atemportion! Je kleiner beides ist, desto klarer lassen sich Dinge sagen, und wenn ich atme anstatt „äh…“ zu stottern, mache ich zwar Pausen, aber die sind gesetzt. Das setzt allerdings voraus, das Sie den Atem gut geschult haben.
  • Wie können Sie dem “äh” entgegenwirken? Durch Abspannen! Lassen Sie das Zwerchfell los und den Mund auf! Ganz befreien von den „ähs“ müssen sie sich aber nicht. Ein paar dürfen es schon sein, oder, äh…?

♨️ Luftfeuchtigkeit

Mindestens zwei Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir in Innenräumen. Für eine effiziente Funktion der Luftwege ist eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 30 % nötig. Sinkt diese unter 20 % wird die Selbstreinigung der Schleimhäute eingestellt. Die Folge: Die Immunabwehr des Körpers ist um eine wichtige Schutzfunktion geschwächt.

In trockener Heizungsluft werden die Schleimhäute und Stimmlippen nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt und ein Infekt breitet sich schnell aus. Benutzen Sie doch einfach einmal ein Nasenspray aus Meerwasser. Im Drogeriemarkt erhältlich. So ganz „nebenbei“ wirkt sich Lufttrockenheit auch massiv auf Konzentration und Produktivität aus.

?? Aufwärmübung für den Morgen:

Klopfen Sie Ihren Körper ab, mit lockeren Fäusten und produzieren Sie dazu einen entspannten Ton. Wenn Sie in Höhe des Brustbeins und in Höhe des Kreuzbeins klopfen, werden Sie merken, wie gut Ihre Stimme dabei verstärkt wird. Sie erhalten eine volle Stimme ohne Anstrengung.

Summen Sie verschiedene Töne auf M und N und nehmen Sie dabei wahr, wo Sie die Vibration gut spüren. Erspüren Sie besonders auch die oberen Kopfresonanzen, also Stirn und Nase. Auch das NG eignet sich besonders gut zum Summen, weil Sie hier den Übergang von Rachen und Nase stimulieren.

? Hier eine Stimmübung zum Erspüren der Kopfresonanzen,
diese hilft auch klingend eine verstopfte Nase zu befreien:

Kombinieren Sie die Konsonanten M und N mit den Vokalen I und Ü.
Sprechen oder singen Sie auf bequemer Tonhöhe: „Mimi-Mümü, Mimi-Mümü und Nini-Nünü, Nini-Nünü“.

Was machen Ihre Lippen dabei? Ja, genau, sie tanzen! Der Ringmuskel um die Lippen wird angeregt.
Mischen Sie die Silben völlig durcheinander und spielen Sie mit dem Rhythmus. Es darf etwas ganz Eigenes sein, oder Sie summen Ihr Lieblingslied. Oder gar eine bekannte Melodie! Alle meine Entchen einmal so: „Mimi mimi mi mi, mi mi mi mi miiii…”

Für gesunde Nasen ist dies eine tolle Übung, um die Schädelresonanzräume zu aktivieren.

Damit Ihre Stimme brillant und resonanzreich klingt!